Museumshafen Greifswald e.V.

Gaffelschoner Solvang

 

gebaut 1930 in Sagvag, Norwegen

Länge über alles 32 m

Rumpflänge 25 m

Breite 5,60 m

Tiefgang 2,70 m

Besegelung: Flieger, Klüver, Fock,
      Schonersegel, Großsegel

Segelfläche: 340 m²

Motor: 6-Zylinder-Leyland-Dieselmotor, 210 PS

 

Die Solvang (deutsch „Sonnenwiese“) wurde 1930 in Sagvag, Norwegen als Frachtsegler gebaut. Plankung, Wegerung und Deck (durchschnittlich 6 cm stark) sowie die Spanten und Verbände bestehen aus nordischer Kiefer.

Über die Zeit als Frachtsegler und später als Küstenmotorschiff ist praktisch nichts bekannt.

Ende der 80er Jahre wurde das Schiff in Hamburg wegen seiner klassischen Linien als Traditionssegler im Stil eines englischen Schoners neu aufgeriggt. Masten und Spieren wurden aus Lärche gefertigt, das Deckshaus aus Stahl, sämtliche sonstigen Aufbauten,  Niedergänge, Belegnagelbänke, Klampen usw. aus Eiche. Die Farbgebung der Segel verweist darauf, dass diese früher regelmäßig geloht, d.h. imprägniert wurden.

Typisch für das Schonerrigg sind die leicht achterlich geneigten Masten sowie deren unterschiedliche Höhe: Das Schonersegel wird am vorderen, dem sogenannten Fockmast (Höhe 21 m über Deck) vorgeheißt, das achterliche Großsegel am achterlichen Großmast (Höhe 23 m über Deck).

Die Stenge, die als Oberteile der Masten mit diesen über sogenannte  Eselshäupter verbunden sind, tragen (falls vorhanden) je ein Topsegel oder auch ein Stengestagsegel. Miteinander verbunden sind die Stenge durch ein Genickstag.

Als Vorsegel fungieren eine Fock, ein Klüversegel sowie ein Flieger. Insgesamt stehen damit zur Zeit rund 350 m² Segelfläche zur Verfügung.

1997 erhielt die Solvang auf der Horn – Werft in Wolgast einen 6-Zylinder-Leyland-Dieselmotor mit 210 PS Leistung.

Das Schiff erhielt 1996 den Heimathafen Greifswald. Eigner und Betreiber ist der gemeinnützige Verein SOLVANG e.V.

 

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